Der Mon Staat befindet sich im Süden von Myanmar und zwar an der Küste. Nördlich des Mon Staates liegt die Bago Region, östlich der Kayin Staat und im Süden grenzt er an Tanintharyi. Westlich ist der Mon Staat vom Andamanischen Meer begrenzt, in dem sich etwa 300 Inseln befinden, die ebenfalls zum Mon Staat gehören.
Im Mon Staat leben mehrheitlich die Mon, ein sehr altes Volk, das schon seit 5000 Jahren in Burma lebt und das zu den ältesten Völkern in Südostasien gehört. In den vergangenen Jahrhunderten gingen von den Mon immer wieder Bestrebungen aus, unabhängig zu werden. Bis 1995 wurde der Kampf für einen unabhängigen Mon Staat auch mit Waffengewalt geführt. Seither regelt ein Vertrag zwischen den Vertretern der Mon und der Zentraltregierung eine gewisse Autonomie der Mon innerhalb Myanmars.
Mawlamyine (manchmal auch Moulmein geschrieben) ist die Hauptstadt des Mon Staats. Mit knapp einer viertel Million Einwohnern ist die die drittgrößte Stadt Myanmars. Der Name Mawlamyine bedeutet "zerstörtes Auge" und er kommt von einer alten Legende. Dieser Legende nach soll hier ein König mit einem allsehenden dritten Auge auf der Stirn gelebt haben. Irgendwann heiratete er eine Frau aus einem Nachbarkönigreich und sie stach ihm sein allsehendes Auge aus. Die einstige Kolonialstadt ist leider stark von Zerfall betroffen, aber sie hat trotzdem mit all ihren Pagoden und der nahen Meeresküsteihren Charme.
In der Stadt Mawlamyine gibt es ein Kulturmuseum, das der Geschichte und der Kultur der Mon gewidmet ist. Die Ausstellung ist im Erdgeschoss eines zweigeschossigen Baus zu finden. Leider sind nicht alle Exponate in englischer Sprache beschriftet. Zur Sammlung gehören mehrere alte Waagen mit alten Inschriften der Mon, Keramik und Alltagsgegenstände wie Schleifsteine oder Schalen. Auch Holzstatuen, Lackarbeiten und einige Dokumente sind Teil der Ausstellung. Vor dem Museum stehen ein alter birmanischer Gong und eine englische Kanone, was es leicht macht, das Kulturmuseum zu finden.
Die Kyaik-Than-Lan Pagode
Die Kyaik-Than-Lan Pagode ist eine von drei Pagoden, die auf dem Bergkamm oberhalb von Mawlamyine stehen. In der Pagode aus dem 9. Jahrhundert befindet sich ein Haar von Buddha, was sie zu einem ganz besonderen Heiligtum und einem Pilgerort macht. Außer dem Haar beherbergt die Pagode mehrere alte Tripitaka Manuskripte und natürlich zahlreiche Statuen. Verschiedene Könige ließen zu ihrer Amtszeit Erweiterungsmaßnahmen an der Kyaik-Than-Lan Pagode vornehmen, wodurch sie zunächst 17 Meter wurde und heute sogar 46 Meter hoch ist. Um die Hauptpagode herum stehen 34 kleinere Pagoden. Um Besuchern den Zugang zu erleichtern, gibt es seit einiger Zeit einen Aufzug.
Gaungse Kyun ist der Name für eine Insel. Man könnte ihn in etwa mit "Insel zum Köpfe waschen" übersetzen. Es handelt sich um eine wunderschöne Insel, die nicht weit vom Festland entfernt liegt. Auf dieser Insel gibt es eine Quelle, die im 19. Jahrhundert als besonders glückbringend angesehen wurde. Deshalb wurde ausschließlich das Wasser aus dieser Quelle dazu verwendet, dem König bei einer einmal im Jahr stattfindenden Zeremonie den Kopf zu waschen. Auf der Insel gibt es außer der Quelle auch eine Pagode zu bewundern, in der ein weiteres Haar von Buddha aufbewahrt wird. Die Sandawshin Pagode ist silbern und hier gibt es noch heute Haarwaschzeremonien.
Der Setse Beach gehört zu den schönsten Stränden des Landes und er ist daher auch bei ausländischen Besuchern bekannt. 16 Kilometer südwestlich der Stadt Thanbyuzayut lädt dieser bräunliche und sehr breite Sandstrand zum Relaxen und Sonnenbaden ein. Wenn Ebbe herrscht, kann man hier Wattwanderungen unternehmen. In den Hotels und Restaurants vonSetse kann man zudem hervorragende Meeresfrüchte und Fischspeisen kosten.
Mawlamyine verfügt über einen kleinen regionalen Flughafen, von dem aus täglich Flüge nach Yangon gehen. Die Stadt Mawlamyine erreicht man von Yangon aus aber auch mit dem Zug oder dem Auto. Die Bahnfahrt von Yangon nach Mawlamyine dauert zwischen neun und zehn Stunden. Täglich verkehren drei Züge. Den Goldenen Felsen kann man von Yangon aus innerhalb von weniger als drei Stunden mit dem Auto erreichen. Die 200 Kilometer führen über teils gute teils noch verbesserungsbedürftige Straßen. Auch hier gibt es eine Bahnverbindung.